Vorschläge zum Bau von Anodenbatterien.
Womit können Anodenbatterien bestückt werden? Einzelbatterien mit 1,5V? Zu viel Aufwand an Zellen und auch die Serienschaltung ist nicht einfach. 4,5V Flachbatterien? Zu groß, Lagerfähigkeit zu gering. 9V-Block? In der Größe günstig, Leistung und Lagerfähigkeit zu gering.
Eine optimale Lösung bieten die Fotobatterien, Lithium 6V, Type 2CR5 oder DL245, Preislage ca. 7 € per Stück. Eine 90V-Anode kommt dann auf ca. 120 €. Zu teuer? Ja dann müssen Sie sich überwinden, die Batteriesammelstellen der Elektro- und Fotofachgeschäfte aufsuchen und mit Erlaubnis die Sammelbehälter nach diesen Objekten durchwühlen. Wenn man die gewünschte Anzahl gefunden hat, werden die Batterien noch gemessen, oder besser mit einem Lämpchen 4 6V/0,1A getestet. Zellen unter 5V sollten nicht mehr verwendet werden. Meine Erfahrung zeigt, daß ca. 80% der entsorgten Batterien verwendbar sind.
Da die Fotobatterien der analogen Kameras durch das Aufkommen der Digitalkameras immer seltener werden, ist es überlegenswert, auf ausgediente Lithium-Ionenakkus von Kameras, Laptop usw., umzusteigen. Diese Akkupacks mit 3 Anschlüssen haben alle eine Elektronik eingebaut, die nach bestimmten Ladezyklen den Akku als unbrauchbar meldet. Das heisst die volle Akkukapazität steht nicht mehr zur Verfügung. Die Zellen sind ohne Elektronik noch einwandfrei, müssen jedoch per "Hand" geladen werden (Normalspannung pro Zelle 3,6V, Ladespannung pro Zelle 4 bis 4,2V, strombegrenzt auf 0,5A). Die Ladung ist beendet wenn der Ladestrom auf 10 bis 20mA zurück geht. Der Akku darf beim Laden nicht heiss werden! Aktualisiert am 11. 11. 07. |
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Die kleine Zelle CR2 eignet sich gut für die kleineren
Anodenbatterien bis 70V Die Kontakte der grösseren Doppelzelle 2CR5 lassen sich leicht löten. Bei der Doppelzelle CR-P2 besteht Explosionsgefahr beim Löten (Überhitzung), ebenso bei den kleineren 3-Volt-Zellen. Die Bezeichnung der Zellen kann je nach Firma etwas abweichen. |
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<Beispiel eines Anodenbatteriekasten für 2 getrennte
Batterien. Die Zellen sind 2-lagig in passenden Installationsrohren
untergebracht. Kräftige Federkontakte an den Rohrenden sorgen für die
Serienschaltung und guten Kontakt. Abgriffe für kleinere Spannungen wurden
realisiert: 0 - 22 - 45 - 67 - 90 - 112V sind vorhanden. Schwache Zellen
können jederzeit ohne Lötarbeit getauscht werden. Anodenkasten befüllbar bis zu 160V! stehen zur Verfügung. Ausführliche Bauanleitung ebenfalls> |
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Der Vorteil von Lithiumzellen ist ihre geringe Selbstentladung. Bis zu 10 Jahre lagerfähig, ohne nennenswerten Kapazitätsverlust! Diese gebrauchten Batterien besitzen noch genügend "Saft" um die alten Röhrenportables tagelang zu betreiben.
Am besten wird eine maßstabgetreue Schachtel aus dünner Hartfaserplatte angefertigt, wo die Zellen untergebracht und kurzschlusssicher verdrahtet werden. Wird dieser Behälter mit einer Originalhülle oder Kopie der Anodenbatterie überzogen, ist das Aussehen perfekt.
Wenn nach einiger Betriebszeit die Spannung absinkt, werden mittels eines Lämpchens die einzelnen Zellen überprüft. Schwache oder leere Zellen werden durch bessere ersetzt. So kommt man zu einer "ewigen" Anodenbatterie, deren Erhaltung praktisch nichts kostet.
©Gerhard Heigl, April 2000
| Eine äusserst günstige Anodenbatterie
lässt sich aus Knopfzellen, am besten mit dem Typ AG13 (baugleich LR44,
V13GA, 157, 357) herstellen. Mit 60
Stück (Preis ab 6€!) wird der selbstgebaute Behälter bestückt.
Folgende gängige Spannungen sind dann verfügbar: 0 - 22,5 - 45 - 67,5 -
90V. Die Ausgangsspannung ist durch ein Sicherungslämpchen (6V/0,05-0,1A
oder ähnlich) gegen Überlast und Kurzschluss gesichert. Die Batterie hat die Maße BHT: 84 x 20 x 100mm. Daten der AG13: Durchmesser 11,6mm, Dicke 5,4mm, Spannung 1,5V, Leistung 106mAh. Die Knopfzelle hat eine gute Lagerfähigkeit und ist leicht erhältlich. Diese Anodenbatterie ist weniger für den Dauergebrauch gedacht, dafür ist die Leistung zu gering. Für den Probebetrieb und zum Vorführen der alten Röhrenkofferradios oder Batteriegeräte der 20er Jahre eignet sie sich vorzüglich. Die Bilder zeigen den Prototyp, hergestellt aus 4mm Hartfaserplatten. Andere Materialien wie Pertinax oder Plexiglas sind sicher besser geeignet. Die einzelnen Teile werden mit geeignetem Kleber verklebt. Rechts sind die Anschlussstifte zu sehen, oben rechts das Sicherungslämpchen aus einem Scanradio, mit 0,2A etwas überdimensioniert. |
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| Batteriebehälter aus Plexiglas | Batteriebehälter aus 4mm Hartfaserplatten |
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In der Tabelle sind die Spannungswerte bei
steigender Strombelastung eingetragen. Getestet wurden 15 Stück CR2032 in
Serie. Dies ergibt eine Nennspannung von 45V. Bei länger andauernder Last
sinkt die Spannung relativ rasch weiter ab.
Daher sind Lithiumknopfzellen CR2032 oder ähnliche, auf Grund ihrer geringen Strombelastbarkeit zum Bau von Anodenbatterien nicht geeignet! Von den AG13-Zellen wurden 30 Stück in Serie geschaltet, dies ergibt ebenfalls eine Nennspannung von 45V. Bei länger andauernder Last sinkt die Spannung nur langsam weiter ab. |
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ACHTUNG! Die an den Batterien auftretenden Spannungen über 60 Volt sind gefährlich. Daher ist beim hantieren mit diesen Batterien besondere Vorsicht und Sorgfalt notwendig. Ebenso sind Überlastungen und Kurzschlüsse besonders bei ungesicherten Batterien unbedingt zu vermeiden, die Zellen können überhitzen und explodieren.
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aktualisiert am 20. 11. 2008 |