DC-Wandler DCW0810
Dieser DC-Wandler ist sehr einfach aufgebaut und kommt mit einem Minimum an Bauteilen aus. Er funktioniert praktisch wie ein Gegentaktwandler, obwohl der Wandlertrafo primärseitig keine Spulenmittelanzapfung benötigt. Der Wirkungsgrad liegt bei guter Anpassung der Bauteile und Arbeitsfrequenz bei 80%. Die Eingangsspannung kann zwischen 4Vdc und 13Vdc gewählt werden. Bei niedriger Betriebsspannung sinkt aber der Wirkungsgrad. Der Kondensator Cs ist an den verwendeten Trafo TR anzupassen. Bei hohen Frequenzen kann die Kapazität verringert werden. Bei zu geringer Kapazität sinkt die Ausgangsleistung, zu grosse Kapazität hat keine Nachteile. Die beiden Transistoren müssen einen genügend grossen Verstärkungsfaktor aufweisen, damit sie von den parallel geschalteten IC-Gattern auch voll durchgesteuert werden. Durch Überschneidung der Umschaltzeiten zwischen den Transistoren entsteht ein Verluststrom, dieser nimmt mit steigender Frequenz zu (siehe Tabellenspalten 1 bis 4 Vergleich offene und geschlossene Kollektorverbindung )
Funktion: Der IC (6-fach Inverter) erzeugt die Schaltfrequenz. Die
Transistoren werden über die Basiswiderstände wechselweise angesteuert. Ist T2
leitend, fliesst ein Strom durch TR und Cs, Cs wird dabei aufgeladen. T2
schaltet ab, gleichzeitig wird T1 leitend und entlädt Cs. Ein Strom fliesst in
der Gegenrichtung durch TR. T2 schaltet ab und T1 ein....
Dadurch werden beide Halbwellen genützt. Das Ausgangssignal der Sekundärspule
von TR ist ein etwas verzerrtes Rechtecksignal.
Der nachfolgende Schaltplan und die Daten der Tabelle beziehen sich auf den
Wandlertrafo TR. Dieser ist ein Schalenkern mit 18mm Durchmesser und 12mm hoch.
Die Windungsdaten beider Wicklungen sind unbekannt. Die hier verwendeten
Transistoren sind für Ströme Ie max. 100mA geeignet, für grössere Leistungen
müssen stärkere Typen gewählt werden. Jede Schaltung muss bestmöglich an den
verwendeten Wandlertrafo TR durch Versuche angepasst werden. Dadurch kann
der beste Wirkungsgrad erzielt werden.
Vorteile: Geringer Bauteilaufwand
Keine hohe Stromaufnahme bei Ausfall der Schaltfrequenz
Nachteile: Experimente zur Wirkungsgradoptimierung erforderlich
Störungen durch Oberwellen des Rechtecksignals
Umschaltverluste bei hohen Schaltfrequenzen
Kein guter Wirkungsgrad vermutlich durch Umschaltverluste
![]() |
Ue (V) | Ie (mA) | Ua (V) | Ia (mA) | f (kHz) | Wirkungsgrad % | Lastwiderstand (10kΩ ) | Leerlauf | Bemerkung |
| 12 | 7 | 10 | nein | ja | Kollektorverbindung T1 T2 offen, ohne TR | ||||
| 12 | 9 | 10 | nein | ja | Kollektorverbindung T1 T2 geschlossen, ohne TR | ||||
| 12 | 8 | 60 | nein | ja | Kollektorverbindung T1 T2 offen, ohne TR | ||||
| 12 | 20 | 60 | nein | ja | Kollektorverbindung T1 T2 geschlossen, ohne TR | ||||
| 12 | 32 | 85 | 62 | nein | ja | ||||
| 12 | 34 | 85 | 64 | nein | ja | ||||
| 12 | 25 | 80 | 44 | nein | ja | ||||
| 12 | 72 | 70 | 7 | 62 | 57 | ja | nein | ||
| 12 | 75 | 70 | 7 | 64 | 54 | ja | nein | ||
| 12 | 75 | 70 | 7 | 44 | 63 | ja | nein | ||
| 12 | 68 | 70 | 7 | 9 | 60 | ja | nein | ||
|
Ue = Eingangsspannung, Ie = Eingangsstrom, Ua = Ausgangsspannung, Ia = Ausgangsstrom, f = Schaltfrequenz, |
|||||||||
©G.Heigl, Herzogenburg 02.08.2010, aktualisiert am 15.08.2010