Multitest 2000
Bei der Radioreparatur ist es oft unerläßlich Halbleiter wie Dioden und Transistoren zu überprüfen. Normalerweise müssen diese Halbleiter zum prüfen ausgebaut werden. Das "Multitest 2000" ermöglicht eine Prüfung in eingebautem Zustand! Prüfbar sind fast alle in Radios verwendeten Halbleiter, gleichgültig ob Germanium- oder Siliziumtechnik, HF-, NF-oder Kleinleistungstransistoren. Zusätzlich kann das "Multitest 2000" auch als Signalinjektor zur Überprüfung von Niederfrequenzverstärker eingesetzt werden.
Der Diodentest: Die Diode wird an E und C angeschlossen. Die Polarität ist dabei egal. Der Wahlschalter wird auf "Diode" gestellt. Es darf nur eine LED leuchten. Leuchten beide LEDs, ist die Diode unterbrochen. Leuchtet keine LED, ist sie kurzgeschlossen.. Beschaltungen (Nebenwiderstände) dürfen nicht kleiner als 500 W sein, weil sonst eine exakte Prüfung unmöglich wird. Die leuchtende LED zeigt auch die Polarität des Prüflings.
Zur Prüfung ungeeignet sind: Gleichrichter, Diodenkombinationen, Leuchtdioden und Triggerdioden.
Der Transistortest: Der Transistor wird polrichtig an E, B und C angeschlossen. Der Wahlschalter wird auf "Transistor" gestellt. Es darf nur eine LED leuchten .Leuchten beide LEDs ist der Transistor unterbrochen oder falsch angeschlossen. Leuchtet keine LED, ist er kurzgeschlossen. Beschaltungen (Nebenwiderstände) dürfen nicht kleiner als 100 W sein, weil sonst eine Prüfung unmöglich wird. Die leuchtende LED zeigt auch den Transistortyp (NPN,PNP)
Zur Prüfung ungeeignet sind: Thyristoren, Triac, Leistungstransistoren, Darlingtontransistoren, Feldeffekttransistoren.
Der Signalgeber: Jeder NF-Verstärker, egal ob röhren- oder transistorbestückt, kann damit geprüft werden. Den Wahlschalter auf "Signal" stellen, den Regler P1 auf Maximum drehen, E an Masse klemmen und mit B das Signal einspeisen. Begonnen wird mit dem Lautsprecher, ist ein leiser Pfeifton zu hören, so ist er in Ordnung. Anschließend Signal auf Anode (Kollektor) der Endstufe. Bei leisem Signal im Lautsprecher ist auch der Ausgangstrafo in Ordnung. Nun Signal an das Gitter (Basis) der Endstufe, ein stärkerer Ton muß hörbar werden. Dies wiederholt sich bei jeder Verstärkerstufe zurück bis zum NF-Eingang. Wo der Signalfluss geschwächt oder unterbrochen wird, dort ist der Fehler zu suchen.
©Gerhard Heigl, Feb. 2000