Primärgeregelte Netzgeräte

TR1.1011 Ein einfaches Gleichstrom-Netzgerät regelbar von Null bis zur maximalen Ausgangsspannung die der Trafo liefert. Eine günstige Alternative zum Regeltrafo. Der Triacregler ist in einem weiten Leistungsbereich einsetzbar. Die Glühlampe La ermöglicht einen raschen Spannungsabbau der Siebelkos bei unbelastetem Ausgang. Statt der Lampe könnte auch ein Widerstand verwendet werden. Die Lampe hat den Vorteil durch ihre Kaltleitereigenschaft die Elkos auch bei kleinen Ausgangsspannungen rasch zu entladen.

Vorteil: Einfacher Aufbau. Die erzielbare Ausgangspannung und Leistung ist allein vom verwendeten Trafo abhängig. Äusserst geringe Verlustleistung im Triacregler.

Nachteil: Die Ausgangsspannung bleibt bei Belastung nicht stabil und muss nachgeregelt werden. Die Schaltung ist weder überlast- noch kurzschlussfest.

Achtung: Handelsübliche Dimmer, wie sie zur Helligkeitsregelung von Beleuchtungskörper verwendet werden, sind für induktive Lasten (Trafo, Motore) in der Regel nicht geeignet.


Printgrösse: 48 x 36mm
Das Layout kann kostenlos per mail angefordert werden. Druck mit 300dpi in natürlicher Grösse.


NGP1011.1 Ein primär geregeltes Netzgerät ohne Stelltransistor. Regelbar von ca. 10% der maximalen Ausgangsspannung bis zur maximalen Ausgangsspannung die der Trafo liefert. Die Ausgangsspannung wird relativ stabil gehalten. Einstellbare Strombegrenzung von Null bis zum gewählten Maximalstrom.

Vorteil: Die erzielbare Ausgangsspannung und Leistung ist allein vom verwendeten Trafo Tr2 abhängig. Äusserst geringe Verlustleistung durch den Triacregler. Alle Probleme die bei Verwendung eines Stelltransistors auftreten können, entfallen hier. Die Schaltung ist überlast- und kurzschlussfest.

Nachteil: Durch die relativ langsame Regelung des Triacs (Netzfrequenz) kann es bei abrupten Lastwechsel zu Unter- bzw. Überschwingung der Ausgangsspannung kommen. Bei Kurzschluss am Ausgang kann kurzzeitig ein hoher Entladestrom von C1 fliessen, unabhängig von der eingestellten Strombegrenzung.

Printgrösse: 110 x 59mm
Das Layout kann kostenlos per mail angefordert werden. Druck mit 300dpi ergibt natürliche Grösse.

Inbetriebnahme: Achtung! Dieser Teil des Prints steht unter Netzspannung!

Vorteilhaft vor einer Gesamtinbetriebnahme ist eine Überprüfung der Phasenanschnittsteuerung. Der Optokoppler wird nicht bestückt. Statt des Widerstandes „1M (Pot)“ wird ein 1M- Pot angeschlossen und auf grössten Widerstandswert gestellt. Statt des Trafos Tr2 wird eine Glühlampe 40 bis 60W angeschlossen. Netzanschluss herstellen und mit Einstellregler „min“ so einregeln, dass die Lampe gerade nicht leuchtet. Es ist nicht möglich die Ausgangsspannung auf Null Volt zu stellen, die Lampe beginnt zu flackern. Das Pot langsam hochdrehen, die Lampe muss über den gesamten Regelbereich gleichmässig heller werden, sie darf weder flackern noch flimmern. Mit dem Einstellregler „max“ die maximale Helligkeit einstellen, fertig. Wenn die Lampe flackert ist der Arbeitsbereich falsch eingestellt und muss mit Einstellregler "min" oder „max“ korrigiert werden. Flimmert die Lampe, besteht die Gefahr der Halbwellensteuerung, dies wäre der sichere Tod des Trafos. Ursache kann ein defekter oder ungeeigneter Triac sein. Funktioniert die Phasenanschnittsteuerung einwandfrei, wird das 1M-Pot entfernt, der 1M-Widerstand eingelötet und der Optokoppler eingesetzt. Sind nun alle externen Bauelemente wie Spannungspot, Strompot, Trafo Tr2 usw. angeschlossen, wird der Print ans Netz angeschlossen. Mit dem Spannungspot muss die Ausgangsspannung vom Anfangswert bis zum Maximalwert der mit „Ru“ festgelegt wurde, einstellbar sein. Das Strompot darf dabei nicht auf „min“ stehen. Ohne Integrationsglied (Ri=100k + Ci=0,47µ) würden kurze Schaltimpulse des Triacs zum Überschwingen der Ausgangsspannung führen. Der Integrator bildet einen Mittelwert und dadurch ergibt sich eine „ruhige“ Ausgangsspannung. Zur Kontrolle der Ausgangsspannung ein analoges Voltmeter verwenden. Maximale Strombegrenzung die mit dem Widerstand „Rs“ festgelegt wurde, mit Amperemeter am Ausgang kontrollieren.


Ungenauigkeit der Triacregelung: Ursache ist die Charakteristik des Triacs. Er kann jederzeit gezündet (eingeschaltet) werden, aber ausgeschaltet wird er erst beim nächsten Nulldurchgang der Wechselspannung. Dadurch kann die Ausgangsspannung zu hoch werden. Dieses "Überschwingen" kann durch eine grössere Kapazität von C1 gemildert werden. Ein richtig dimensionierter Integrator am TLC272 verbessert ebenfalls das Regelverhalten obwohl die Regelgeschwindigkeit abnimmt.

Aktualisiert am 21. 11. 2011