Röhrenportable-Versorgung RPV397

 

Werden Portables über längere Zeit mit Batterien betrieben, so ist dies höchst unwirtschaftlich. Netzbetrieb wird angestrebt.

Im Herbst 1950 brachte das RKF-Labor der Fa. Stuzzi ein Universalnetzgerät „KN41W“ heraus, das für die meisten Portables verwendbar war. Unterlagen darüber sind in den Zeitschriften Radiotechnik Heft 10 Seite 505 Jahrgang 1950 oder

Radiopraktiker Heft 21 Seite 83 Jahrgang 1951 (Schaltung & Bild)

So ein Gerät ,aber in moderner Ausführung ,wird hier beschrieben.

Forderungen:

1.     Die Schaltung muß in einer Originalhülse der Anodenbatterie Platz finden. Die Heizbatterie ist eine Attrappe.

2.     Verwendung handelsüblicher Bauteile

3.     Heizungs- und Anodenspannung müssen stabilisiert sein

Die größte Schwierigkeit ist die Beschaffung des Trafos für die Anodenspannung. Spezialausführungen sind teuer, daher werden 2 Trafos verwendet um die notwendige Netztrennung zu erhalten.

Die Printgröße ist für eine 67,5V Anode konzipiert. Die verwendeten Trafos dürfen nicht höher als 29mm sein! Soll eine andere, größere Anodenbatterie gebaut werden, können auch andere, größere Trafos verwendet werden, die allerdings nicht mehr am Print montiert werden können. Sollten höhere Anoden- oder Heizströme entnommen werden, müßte der Transistor bzw. der LM317 mit einem Kühlblech versehen werden. Andere Anodenspannungen sind durch Tausch oder Serienschaltung der Zenerdiode leicht zu verwirklichen.

Die Heizspannung wird mit dem 33W Widerstand auf 1,5V festgelegt

oder sie kann mit einem 500W Trimmpot bis zu 4,5V geregelt werden.

Die beiden Ausgangsspannungen sind brummfrei und potentialfrei zueinander. Wird die Brücke „A“ bei kleiner Anodenspannung (unter 90V) gewählt, vermindert sich die Verlustleistung am Transistor.

Wird dieses Netzgerät in eine 67,5 V Anodenbatterie eingebaut, ist durch die begrenzte Leistung der beiden Trafos (2,3 VA) der Betrieb eines Portables mit maximal 4 Röhren der 90er Serie möglich! Bei Serienschaltung der Heizfäden verbessert sich der Wirkungsgrad und es kann eventuell ein 5-Röhrensuper  betrieben werden.

Schaltung

 

 

G. Heigl                                                                         Herzogenburg, März 1997